1. Beraten

Der Aufbau einer Klangwelt beginnt mit einer Bestandsaufnahme dessen, was bereits vorhanden ist, sei es bei Nonprofit-Organisationen, Markenunternehmen, kulturellen, wissenschaftlichen oder staatlichen Institutionen, Projekten oder Vereinen oder im gesamten Gesundheitsbereich: Welche Nutzen, Produkte oder Dienste werden angeboten? Gibt es Erkennungsmuster oder Identitätsmerkmale? Welche Werte bestimmen das Handeln, welche Verhaltenskultur ist vorhanden? Wie und was wird kommuniziert? Auf welche Historie kann zurückgeblickt werden? Und: Wie sieht das Umfeld aus?

Auf Basis dieser zahlreichen Informationen wird – meist in Form von Workshops – eine Sound Strategie in schriftlicher Form entwickelt. Darin wird formuliert,

  • welche Ziele damit verfolgt werden,
  • welche Aufgaben der Sound zu erfüllen hat und
  • welche Parameter dem Sound vorgegeben werden.

Eine gesunde und stimmige Sound Strategie steht immer in engem Zusammenhang mit den anderen menschlichen Sinnen, die in einer Kommunikationsstrategie angesprochen werden. Daher ist eine enge Abstimmung mit allen verantwortlichen Bereichen sinnvoll.

16.11.2011 

2. Bilden

Wenn das Sound Briefing vorliegt, wird es unter der künstlerisch-technischen Leitung von Herwig Kusatz akustisch umgesetzt. Das Ergebnis ist eine individuelle Komposition aus Klangfarben, Melodien, Rhythmen, Lautstärken, Effekten und Harmonien… kurz: eine Sound Identität.

Der Grund, warum sich diese Klangwelt so schwer allgemein gültig beschreiben lässt, liegt darin, dass die akustische Welt ebenso vielfältig ist wie die visuelle Welt. Im weitesten Sinne handelt es sich auch in der Welt des Hörens um Sujets mit unterschiedlichen Motiven, Emotionen, Bildwelten und Aussagen – bloß eben auf der auditiven Sinnesebene.

Kriterien für die Erarbeitung einer Klangwelt sind:

  • Relevanz
  • Unterscheidbarkeit
  • Einprägsamkeit
  • Kreative und technische Flexibilität
  • Ästhetische Qualität
  • Vertrautheit
  • Zugänglichkeit

Ziel ist es, auf Dauer eine profilierte und klar definierte Klangwirkung im Bewusstsein der Menschen zu verankern.

16.11.2011 

3. Begleiten

Hier wird die Sound Identität an den jeweiligen Berührungspunkte angepasst. Ein weiterer Schritt hierzu ist die Erstellung eines Sound Manuals, welches vergleichbar ist mit klassischen Brand Manuals, wie sie im visuellen Bereich seit Jahrzehnten fixer Bestandteil jeder Corporate Identity sind. 

Der Vorteil eines Brand Manuals ist die Tatsache, dass darin genau definiert wird, weshalb, wie, was, wo und wann die Sound Elemente eingesetzt werden. Somit ist sichergestellt, dass die akustische Präsenz überall und zu jedem Zeitpunkt maximal zur Geltung kommt, und zwar durch: 

  • Konsistenz des Einsatzes
  • Klarheit bei Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten
  • Gewährleistung einer durchgängigen Produktionsqualität
  • Produktion von weiteren Sound Elementen im Abstimmung mit der Sound Identität
  • Definition der Berühungspunkte und Anwendungen

Die Erfolgskontrolle findet über Sound Montoring statt, wobei überprüft wird, ob die Bestimmungen des Sound Manuals auch eingehalten werden. Außerdem werden Rückmeldungen vom Hörern eingeholt. Die Analyse der so verfügbaren Daten ermöglicht ein Nachjustieren und zeigt anhand messbarer Ergebnisse Möglichkeiten für eine Weiterentwicklung auf.

16.11.2011